Stellen Sie die richtigen Fragen?

Bing, Google und all die anderen Suchmaschinen beweisen es täglich: Auf die richtige Frage kommt es an! Kleine, auf den ersten Blick belanglose Änderungen der Suchbegriffe oder der Frage können zu völlig anderen Ergebnissen führen – zu den Informationen, die wir suchen oder zu sinnlosem Quatsch.

Auch unser Gehirn liefert uns ständig Antworten auf die Fragen, die wir uns stellen. Stellen wir die richtigen Fragen?

Ein kleines Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine schwierige Aufgabe zu bewältigen. Eine, die Ihnen neu ist, die Sie nie zuvor lösen mussten. Und nun achten Sie genau darauf, was in Ihrem Inneren, in Ihren Gefühlen passiert, wenn Sie sich fragen:

„Schaffe ich das?“

Spüren Sie die Zweifel? Die Angst davor, dass diese Aufgabe zu groß für Sie sein könnte?

Und was passiert, wenn Sie die Frage ein klein wenig anders stellen:

„Wie schaffe ich das?“

Welche Frage fühlt sich besser an? Mit welcher Frage haben Sie bessere Chancen, die Aufgabe mit Bravour zu bewältigen?

Oder stellen Sie sich vor, Sie gehen zu einem Bewerbungsgespräch. Wenn Sie sich nun fragen: „Ob sie mich wohl nehmen?“, dann fallen Ihnen sofort viele Gründe dafür ein, warum man Sie nicht einstellen sollte: Ihre Zeugnisse sind nur durchschnittlich, Sie haben kaum Erfahrungen in dem Gebiet, für das Sie sich beworben haben, Sie sehen nicht besonders gut aus (oder glauben das zumindest von sich), Sie haben gerade einen schlechten Tag, … je mehr Sie nachdenken, desto mehr fällt Ihnen dazu ein. Und Ihr Selbstbewusstsein sinkt mit jeder Antwort, die Sie finden.

Fragen Sie sich nun: „Warum bin ich genau der / die Richtige für diese Stelle?“, dann fallen Ihnen ganz andere Antworten ein. Antworten, die Sie ermutigen. Vielleicht auch einige, die Sie übertrieben finden, aber das macht nichts: Freuen Sie sich über Ihre Phantasie, lachen Sie über diesen witzigen Einfall und lassen Sie Ihre Gedanken weiter strömen. Und genießen Sie das wachsende Selbstvertrauen.

Welche Frage ist nützlicher?

Sie werden bald merken: Mit geeigneten Fragen bekommen Sie nicht nur bessere Antworten, Sie können damit auch Ihre Stimmung, Ihr Selbstvertrauen stark beeinflussen. Achten Sie also darauf, welche Fragen Sie stellen.

Und lassen Sie sich ruhig helfen. Zwei Köpfe fragen mehr als einer – und finden mehr Antworten.

Dass ich Ihnen gern helfe, wissen Sie ja bereits. Wann probieren Sie es aus?

Weißt du eigentlich, wie gut deine Idee ist?

Da hast du wieder so eine Idee – ziemlich verrückt, aber irgendwie … – naja, was soll’s? Taugt ja doch nichts.

Oder?

Ich möchte dir einen Vorschlag machen. Lass die Idee erst einmal in Ruhe! Warum?

Fast alles, was neu in die Welt kommt, scheint am Anfang unrealistisch (es ist ja auch noch nicht real!), unsinnig oder was auch immer. Es braucht oft einen „Spinner“, um etwas wirklich großartig Neues zu verwirklichen.

Wenn du also wieder mal einen „spinnerten“ Gedanken hast, wirf ihn nicht gleich weg! Geht er von selber, lass ihn gehen. Aber will er nicht gehen, dann prüfe ihn vorbehaltlos! Behandle ihn wie dein Kind – das ist er doch, nicht wahr?

Ein Gedanke ist wie ein Kind: Wenn man ihm ständig sagt, wie dumm oder unfähig es ist, hat es wenig Chancen, sich zu entwickeln. Irgendwann wird es tatsächlich dumm oder unfähig, und dann sagen alle: „Ich hab’s doch gleich gewusst, aus dem wird nichts!“

Aber wenn man ihm die Gelegenheit gibt zu wachsen und sich zu entwickeln, wer weiß, was daraus werden kann?

Gib ihm die Gelegenheit! Spiel mit ihm! Das tut nicht nur dem Gedanken gut, das tut auch dir gut. Denn Spielen hält jung – auch das Spielen mit Gedanken.

Und wenn du einen Mitspieler suchst: Ich bin gern dabei. Vielleicht entdecken wir zusammen, welches Potenzial dein Gedanke hat. Das macht besonders viel Spaß!

Schreib mir einfach eine Nachricht, mit welchem Gedanken du spielen willst. Ganz spielerisch und zunächst ganz unverbindlich.

Mitdenker

Mitdenker

Beim Mitdenken ist das „Mit“ genauso wichtig wie das Denken. Wenn Sie einen        Mitdenker brauchen, dann doch deshalb, weil Sie sich unsicher sind, ob Sie selber     „richtig“ denken. Ob Ihre Gedanken zu dem Ergebnis führen, das Ihrer Absicht, Ihren Gefühlen entspricht.

Als Ihr Mitdenker muss ich also in der Lage sein, mich in Sie hinein zu versetzen. Ich muss auch mitfühlen.

Wie stark unsere Gefühle unsere Gedanken beherrschen, erleben wir besonders dann, wenn wir uns ärgern oder auf etwas freuen. Dann können wir kaum noch etwas anderes denken. Und gerade dann ist die Gefahr groß, dass wir zu eng, zu einseitig denken. Gerade dann brauchen wir einen Mitdenker.

Der Mitdenker muss also Ihre Gefühle ebenso gut verstehen wie Ihre Gedanken. Aber er darf sich nicht von Ihren Gefühlen beherrschen lassen. Nur dann kann er Ihr Denken wirklich überprüfen und bereichern.

Wie denken Querdenker?

Quer zu was? Quer zu dem, was alle denken? Oder denken sie über Querverbindungen zwischen verschiedenen Denkrichtungen und -gebieten nach?

Denken oder sehen sie vielleicht Verbindungen zwischen z. B. der Fußball-Bundesliga und der zunehmenden Wirkungslosigkeit von Antibiotika? Erkennen sie vielleicht Bezüge zwischen Shakespeare´s Hamlet und der aktuellen Entwicklung des DAX?

Querdenker sind eine Bereicherung. Gönnen Sie sich ein wenig davon!

Vordenker

Was ist eigentlich ein Vordenker ?

Dem Wort kann man verschiedene Bedeutungen geben:

  1. Der Vordenker denkt, bevor er handelt.
  2. Der Vordenker denkt voraus, versucht, die Zukunft zu ergründen.
  3. Der Vordenker hat einen Gedanken, ehe ihn andere haben.

Alle diese Bedeutungen treffen auf mich zu.

Warum gefällt mir die dritte am besten?

Weil sie in mir das Bild eines Vorreiters wachruft. Der Vorreiter reitet voraus, sieht den Weg als erster. Er erschafft den Weg jedoch nicht. Ähnlich verstehe ich meine Rolle als Vordenker:

Mir scheint oft, die Gedanken seien schon da, liegen schon in der Luft und suchen sich, wenn ihre Zeit gekommen ist, die Menschen aus, in denen sie sich „einnisten“ wollen. So wie Bienen sich die Blüten aussuchen, auf denen sie sich niederlassen. Welche die erste ist, liegt nur zum Teil an der Blüte, zum Teil auch an der Biene.

Ein Vordenker muss also nicht besonders intelligent sein. Er hat anscheinend irgendetwas, das reifende Ideen anzieht. Oft genug hat er auch Ideen, die noch nicht ganz ausgereift sind. Ideen, die sozusagen noch in der Pubertät sind.

Um damit umgehen zu können, braucht er dann die Eigenschaften, die oben unter 1. und 2. genannt habe.